Was ist ein Katalysator?
1909
erhielt Wilhelm Ostwald für seine Definition eines Katalysators den Nobelpreis:
"Ein KATALYSATOR ist ein Stoff, der die Geschwindigkeit einer chemischen Reaktion erhöht ohne selbst dabei verbraucht zu werden und ohne die endgültige Lage des thermodynamischen Gleichgewichts dieser Reaktion zu verändern."
Katalysatoren im Kraftfahrzeugbereich

Katalysatoren werden im Kraftfahrzeugbereich zur Minderung der Schadstoffe
im Abgasstrom eingesetzt. Diese Abgase erhalten, als Folge des im Motor ablaufenden
Verbrennungsprozesses, unter anderem auch die folgenden schädlichen Stoffe:
- Kohlenmonoxid (CO)
- Oxide des Stickstoffs (NOx)
- Kohlenwasserstoff (HC)
Diese drei Schadstoffe (daher der Name 3-Wege-Kat) können mit einem Katalysator bis zu 90% reduziert werden.
Bei der Entgiftung werden keine Schadstoffe an der Katoberfläche angelagert, sondern die im Abgas vorhandenen Schadstoffe werden in andere, umweltverträgliche Stoffe umgewandelt.
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Keramik- versus Metallträger
Die Katalysatoren unterscheiden sich je nach der Bauart in Hinsicht auf das Trägermaterial für die katalytisch wirkende Metallschicht. Es werden Keramik- und Metallträger verwendet.
Der Metall-Katalysator kann wegen seiner Temperaturfestigkeit motornah montiert werden und ist langlebiger und zuverlässiger. Zwar lässt sich beim Keramik-Katalysator die Beschichtung leichter zurückgewinnen, aber der Metall-Katalysator ist wesentlich unempfindlicher gegen Erschütterungen, hat eine geringere Aufheizzeit und einen geringeren Gegendruck. Dies bedeutet eine höhere Motorleistung (geringerer Verbrauch!) oder einen kleineren Durchmesser. Außerdem kann der Metallträger elektrisch vorgewärmt werden, was die Aufheizzeit und damit die entscheidende Kaltlauf-Emission verringert.



