Edelmetalle im KAT
Wirkung der Edelmetalle
Die Edelmetalle sind für die katalytische Wirkung zuständig, d.h. sie helfen schädliche Stoffe in harmlose umzuwandeln. Katalysatoren - hier die Edelmetalle - sind wie Werkzeuge, mit denen man Verbindungen lösen oder zusammenfügen kann. Ohne sie müsste man mit viel Kraft vorgehen, das heißt mehr Energie aufwenden. Und meistens würde das Zusammenfügen und Lösen auch länger dauern.
Aufbau eines Kats
Für
den Autokat bedeutet das:
Die Umwandlung der Schadstoffe läuft durch Edelmetalle schneller und
bei niedrigerer Temperatur ab. Eingesetzt werden meist Palladium, Platin und
Rhodium, die fein verteilt in einer Beschichtungs-Suspension, dem so genannten
Washcoat, auf dem Katalysator-Träger, dem Monolithen, angebracht sind.
Ein Kat enthält nur wenige Gramm Edelmetall. Für Freunde von Zahlen: 1,8–5,3 g pro Liter Kat-Volumen. Das Mengenverhältnis der Edelmetalle richtet sich nach dem Einsatz des Katalysators. Da Rhodium sehr aktiv ist, kann sein Anteil im Dreiwegekat gering gehalten werden (ca. 1/5 des Platinanteils).
Oxidation und Reduktion
Platin
und Palladium sind Werkzeuge für die Anlagerung von Sauerstoff. Aus CO
z.B. wird CO2. Da Sauerstoff zugeführt wird, nennt man diesen
Prozess auch Oxidation. Rhodium bewirkt das Gegenteil: Den Entzug von Sauerstoff
aus den Stickoxiden, Reduktion genannt. Stickoxide werden dabei in Stickstoff
verwandelt; 80% unserer Atemluft besteht daraus. Rhodium und Platin bzw. Palladium
arbeiten Hand in Hand: Der Sauerstoff, der den Stickoxiden entzogen wird,
wird dazu benutzt, um das CO zu CO2 zu oxidieren.
Diesel-Kats
Eine
Ausnahme ist der Dieselmotor, weil in seinen Abgasen durch den Luftüberschuss
bei der Verbrennung noch viel Restsauerstoff vorhanden ist. Deshalb enthält
der Diesel-Kat kein Rhodium, sondern nur Platin, er ist also ein reiner Oxidationskatalysator.

